Die Freiarbeit ist das Zentrum der Montessoripädagogik und nimmt den bedeutendsten Teil des Schultages ein. Freiarbeit gelingt nicht immer von Anfang an, sie muss als Unterrichtsmethode erlernt und eingeübt werden. Wenn die Kinder in der Lage sind ihrer eigenen, inneren Struktur zu folgen, haben die Kinder die Möglichkeit sich frei zu entscheiden:
für ein Material
für den Lernort
für den Lernpartner
für ein Thema
für die Lernzeit
Die Kinder folgen ihrem individuellen Lerntempo und ihrem Interesse, sie werden von den Lehrern begleitet und unterstützt, wenn sie diese Hilfe einfordern. Der Lehrer ist also nicht mehr Wissensvermittler, sondern Lernbegleiter und Beobachter von Lernprozessen. In Darbietungen zeigt er während der Freiarbeit verschiedene Materialien und gibt Anregungen für den weiteren Lernprozess.
In unserer Schule gibt es keine Noten, keine Hausaufgaben und keine Klassenarbeiten, wohl aber gründliche Beobachtungen und viele Lerngespräche mit den Kindern und Eltern, individuelle Lernzielkontrollen am Ende einer Übungsphase, beschreibende Zeugnisbriefe, freiwillige Arbeiten, die die Kinder zu Hause bearbeiten wollen und Verabredungen mit Kindern und Eltern, wenn mal etwas noch nicht so gut klappt und weiter geübt werden muss.
So bleibt die Lernfreude der Kinder als stärkster Motor für erfolgreiches Lernen dauerhaft erhalten.